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Bedeutende Astronomen

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Bessel, Friedrich Wilhelm, *1784, 1846
Deutscher Astronom und Mathematiker.
Bessel bestimmte erstmals den genauen Abstand zu einem Stern. Er beaufsichtigte den Bau der Königsberger Sternwarte und war von 1813 bis zu seinem Tod deren Leiter. Er stellte ein einheitliches System zur Berechnung der Sternposition auf, das heute noch verwendet wird. Zwischen 1821 und 1833 bestimmte er die genauen Positionen von Sternen bis zur neunten Größenklasse und erweiterte die Anzahl der auf diese Weise katalogisierten Sterne auf 50 000.
Bessel ermittelte als erster die genaue Parallaxe eines Fixsternes (des 61 Cygni, Sternbild Schwan), woraus sich seine Entfernung berechnen ließ. Außerdem bestimmte er Durchmesser, Gewicht und Elliptizität (Abweichung von der Kugelform) der Erde. Bei der Beschäftigung mit Problemen der Planetenperturbation (Störung der Umlaufbahn) führte er die Bessel-Funktionen als Lösungen bestimmer Differentialgleichungen in die Mathematik ein.


Brahe, Tyge, gen. Tycho,
*1546,
1601
Dänischer Astronom, dessen Planetenbeobachtungen seinem Gehilfen Johannes Kepler zur Entdeckung der Gesetze der Planetenbewegung verhalfen.

Albert EinsteinEinstein, Albert,
*1879,
1955
Deutsch-amerikanischer Physiker. Er hatte von 1909-13 eine Professur in Zürich und Prag, 1914-33 war er Leiter des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik in Berlin und ab 1933 Professur in Princeton, N. Y. (USA).
Einstein stellte 1905 die "spezielle Relativitätstheorie" und 1915 die "allgemeine Relativitätstheorie" auf, mit der er die Massenanziehung (Gravitation) erklärte. Er erkannte die Äquivalenz von Masse und Energie und vermutete schon 1905, dass alle in Atomen auftretenden Energie-Umsetzungen quantenhaften Charakter haben. Weiterhin entwickelte er die Theorie der "Brownschen Molekularbewegung" und veröffentlichte eine "vereinheitlichte Feldtheorie".
Für die quantenmässige Deutung des lichtelektrischen Effekts bekam er 1921 den Nobelpreis.

Eratosthenes, *um 275 v. Chr., um 195 v. Chr.
Griechischer Gelehrter, Dichter und Philologe. Er war Leiter der Bibliothek von Alexandria. Eratosthenes berechnete annähernd richtig den Umfang der Erdkugel und entwarf eine Erdkarte.

Galileo GalileiGalilei, Galileo, *1564, 1642
Italienischer Naturforscher, der die moderne, auf Erfahrung und Experimenten beruhende Physik begründet hat.
Er konstruierte 1609 ein Fernrohr und entdeckte Mondberge, Jupitermonde, Sonnenflecken, Phasengestalten der Venus und anderes.
1610 geriet er in Florenz wegen seines Bekenntnisses zum heliozentrischen Weltsystem des Kopernikus mit der Kirche in Konflikt. Er schwor 1633 in Rom vor dem Inquisitionsgericht ab, widerrief jedoch angeblich mit dem Ausspruch: "Und sie (die Erde) bewegt sich doch!"

Galle, Johann Gottfried,
*1812,
1910
deutscher Astronom, der 1846 den Planeten Neptun entdeckte.

Hawking, Stephen,
*1942
Stephen HawkingB
ritischer theoretischer Physiker.
Auf Grund einer sehr schweren Erkrankung (ALS) ist der Physiker praktisch unbeweglich an den Rollstuhl gefesselt und nur noch mit Hilfe eines Sprachcomputers in der Lage zu sprechen.
Sein Hauptarbeitsgebiet ist die Theorie der Schwarzen Löcher. U.a. wies er nach, dass Schwarze Löcher im Laufe der Zeit Masse verlieren und verdampfen. 1974 gelang es ihm die Gesetze der Thermodynamik auf Schwarze Löcher zu beziehen. Für die Entropie Schwarzer Löcher fand er S = Ac³ / [4 ln(10) G h] mit der Oberfläche A, der Lichtgeschwindigkeit c, der Gravitationskonstante G.
Sein Beitrag für die Mathematik besteht in der konsequenten Anwendung mathematischer Methoden auf Fragen der modernen Physik.


Edwin Powell HubbleHubble, Edwin Powell, *1889, 1953
US-amerikanischer Astronom und Astrophysiker, der die bisher als Spiralnebel bezeichneten Galaxien als selbständige Sternsysteme erkannte und bestimmte aus der Rotverschiebung der Spektrallinien von Spiralnebeln deren Radialgeschwindigkeit.

Johannes KeplerKepler, Johannes,
*1571, 1630
Deutscher Astronom und brillianter Mathematiker. Er war 1600 der Gehilfe Tycho Brahes in Prag und nach dessen Tod (1601) sein Nachfolger als Kaiserlicher Mathematiker. Er fand aufgrund der Beobachtungsergebnisse Tychos die nach ihm benannten Gesetze der Planetenbewegung - die Keplerschen Gesetze.


Nikolaus KopernikusKopernikus, Nikolaus, *1473,
1543
Polnischer Astronom, der erkannte, dass sich die Erde und die Planeten um die Sonne bewegen. Damit begründete er das heliozentrische (kopernikanische) Weltsystem.

Sir Isaac NewtonNewton, Sir Isaak, *1643,
1727
Englischer Physiker, Mathematiker und Astronom. Er entdeckte die drei Bewegungsgesetze der klassischen Mechanik (Newtonschen Axiome) sowie das Gravitationsgesetz. Diese Gesetze wandte er auch auf die Himmelskörper an und legte damit den Grundstein für die heutige einheitliche Naturwissenschaft. Newton erforschte das Licht beim Durchgang durch Materie und entdeckte das Sonnenspektrum und die Farbenringe (Newtonsche Ringe).
Newtons wissenschaftliches Schaffen war so umfassend und gründlich, dass er fast zu einem zweiten Aristoteles wurde. In England war sein Einfluss so gross, dass für mindestens ein Jahrhundert nach seinem Tod niemand etwas Bedeutendes auf den von ihm behandelten Gebieten zuwege brachte.


Ptolemäus, Claudius, * und  um 140 n. Chr.
Claudius PtolemäusEin Grieche aus Alexandria, der wohl bekannteste Geologe, Astronom und Mathematiker des Altertums. In seinem 13-bändigem Werk "He mathematike syntaxis" (Die mathematische Sammlung"), die man heute "Almagest" nennt, legte er seine Vorstellung vom geozentrischen Universum dar. In dem geozentrischen Weltsystem stellte Ptolemäus sich die Erde als still stehenden Mittelpunkt vor, während alle Himmelskörper einschliesslich der Planeten sich um sie drehen.





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