Der JHK-Transistor


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Ein kleines Glossar

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Aphel
Größter Abstand eines Planeten von der Sonne. (vgl. auch Perihel)


Asteroid 243 Ida
Asteroid 243 Ida
Zwischen den Sonnenumlaufbahnen von Mars und Jupiter liegen die Bahnen weiterer extrem kleiner Asteroiden wie 243Ida.

Asteroiden
Kleine Planeten, Planetoiden, kleine planetenartige Körper, die in der Mehrzahl zwischen Mars- und Jupiterbahn die Sonne umkreisen. Bisher sind mehr als 3000 Planetoiden mit gesicherten Bahnen bekannt. Die meisten haben einen Durchmesser von wenigen Kilometern, nur einige über 100 km.

Astronomische Einheit - AE
Der mittlere Abstand der Erde von der Sonne.
1 AE=149,6*106 km

Deimos
Marsmond mit einem Durchmesser von etwa 12 Kilometern.

Ekliptik
Ist die scheinbare jährliche Bahn der Sonne an der Himmelskugel; ein Kreis, der zum Himmelsäquator einen Winkel von 23 1/2 Grad (Schiefe der Ekliptik) bildet und mit ihm zwei Schnittpunkte (Frühlings- und Herbstpunkt) gemeinsam hat, an denen die Sonne bei Frühlingsanfang (21.03.) sowie bei Herbstanfang (23.09.) an der nördlichen Erdhalbkugel erscheint. Die Ekliptikebene ist die Ebene der Erdbahn um die Sonne.

Elongation
Eine bestimmte Winkelstellung von Erde, Sonne und einem der so genannten unteren Planeten Merkur und Venus, bei der der Planet von der Erde aus gesehen seinen größten Winkelabstand zur Sonne besitzt.
Für den Merkur beträgt dieser Winkel 27 Grad, für die Venus 47 Grad. Bei einer östlichen Elongation steht der Planet östlich von der Sonne; er ist dann nach Sonnenuntergang im Westen zu sehen („Abendstern" bei der Venus).
Bei einer westlichen Elongation steht der Planet westlich von der Sonne und ist vor Sonnenaufgang im Osten zu sehen („Morgenstern").
Der Unterschied in der ekliptikalen Länge zwischen der Sonne und einem Planeten oder dem Mond. Steht ein Planet in östlicher Elongation, so geht er nach der Sonne unter. Er kann, wie beispielsweise Merkur oder Venus, prinzipiell am Abendhimmel beobachtet werden. Steht ein Planet in westlicher Elongation, so geht er vor der Sonne auf.

Erde

Heliozentrisches Weltsystem
Bezieht sich auf die Sonne als Mittelpunkt, um die sich alle anderen Planeten bewegen. Das heliozentrische Weltsystem wurde von Nicolaus Kopernikus begründet.

Hubble-Effekt
Die Beziehung zwischen Entfernung und Fluchtgeschwindigkeit der Galaxien infolge der Expansion des Weltalls.
Nach neuen Forschungen beträgt der Hubble-Effekt
115  12 km/s pro 1 Million Parsec (= 3,26 Millionen Lichtjahre) Abstand.

Jupiter
16 Monde

Keplersche Gesetze
Auch Gesetze der Planetenbewegung.
Sie wurden von Johannes Kepler begründet.
1. Die Bahnen der Planeten sind Ellipsen,in deren einem Brennpunkt die Sonne steht.
2. Der Fahrstrahl von der Sonne zum Planeten überstreicht in gleichen Zeiten gleiche Flächen.
3. Die dritten Potenzen (Kuben) der großen Halbachsen der Planetenbahnen verhalten sich wie die Quadrate der Umlaufzeiten.

Komet Bennett
ist nach seinem Entdecker benannt. Der südafrikanische Amateurastronom fand den Komet 1970 am nächtlichen Himmel und photographierte ihn.
Komet Bennett

Kometen
Komet (lateinisch stella cometa: haariger Stern), Himmelskörper von nebelartiger Erscheinung, der um die Sonne kreist. Ein Komet zeichnet sich durch einen langen, euchtenden Schweif aus. Dieser ist aber nur dann zu sehen, wenn der Komet auf seiner Umlaufbahn der Sonne am nächsten ist.

Korona
Die Korona ist die äußere Sonnenatmosphäre, die sich einige Sonnenradien weit in den Raum erstreckt. Alle ihre Merkmale werden wesentlich vom Magnetfeld bestimmt. Der größte Teil der Korona enthält riesige heiße Gasbögen. Dabei befinden sich kleinere Bögen in den aktiven Regionen und größere zwischen diesen.

Lichtjahr - Lj (engl. ly)
die Strecke, die Licht in einem Jahr zurücklegt.
Abstände zwischen den Sternen werden in der Astronomie üblicherweise in Lichtjahren angegeben. Licht breitet sich mit einer Geschwindigkeit von 300 000 Kilometern pro Sekunde im Raum aus.
1 Lj=9,4605*1012 km=63240 AE=0,3066 parsec

Mars
Der vierte Planet (von der Sonne aus gezählt) des Sonnensystems. Mars ist der äußere Nachbarplanet der Erde und dieser in vielerlei Hinsicht ähnlich. So ist er der einzige Planet des Sonnensystems, auf dem möglicherweise ein sehr einfaches organisches Leben existiert hat. Mars fällt bei der Beobachtung mit dem bloßen Auge durch seine rötliche Farbe auf. Er besitzt zwei kleine Monde, Phobos und Deimos, möglicherweise asteroidenähnliche Objekte, die vom Mars bereits in einem frühen Entwicklungsstadium eingefangen wurden.

Merkur
Sonnennächster Planet. Sein mittlerer Abstand von der Sonne beträgt rund 58 Millionen Kilometer. Seine mittlere Dichte entspricht etwa der der Erde. Seine Oberfläche aus rauem, porösem, dunklem Gestein reflektiert das Sonnenlicht nur schwach.
Merkur besitzt eine extrem dünne Atmosphäre. Die Schwerkraft auf seiner Oberfläche beträgt etwa ein Drittel derjenigen auf der Erdoberfläche.

Mond
Natürlicher Satellit der Erde und anderer Planeten. In unserem Sonnensystem besitzen außer der Erde folgende Planeten Monde: Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto.
Der Mond hat kein Wasser und keine Atmosphäre; daher gibt es auf ihm auch kein Wettergeschehen, das auf das Gestein einwirken könnte.

Neptun
Ist der äußerste der vier Riesenplaneten. Er hat eine dichte Atmosphäre, die Methan, Wasserstoff und Helium enthält. Er wird von zwei Satelliten, den Neptun-Monden begleitet. Er wurde 1846 von Johann Gottfried Galle entdeckt.

Neutron
Elementarteilchen mit der gleichen Masse wie ein Proton, jedoch ohne elektrische Ladung. Neutronen existieren in allen Atomkernen, außer im Kern von Wasserstoff, der nur ein Proton besitzt.

Parallaxe, auch Sternparallaxe
Bewegt sich die Erde in einem Jahr um die Sonne, so scheinen die Sterne am Himmelsgewölbe eine Verschiebung auszuführen, deren Betrag mit zunehmender Entfernung kleiner wird. Diese scheinbaren Winkelverschiebungen der Sterne nennt man die "jährliche trigonometrische Parallaxe". In der Praxis wird die trigonometrische Parallaxe aus vielen Einzelbeobachtungen während der gesamten Zeit eines Jahres, in der der betreffende Stern sichtbar ist, im Anschluß an einige schwache Nachbarsterne, von denen man annehmen kann, dass sie verschwindend kleine Parallaxen haben, abgeleitet. Die Parallaxe (Sternparallaxe) wird dabei in Bogensekunden angegeben.
Der deutsche Astronom Friedrich Wilhelm Bessel bestimmte als Erster die Parallaxe eines Fixsternes (61 Cygni).
Die Parallaxe des nächsten bekannten Sternes, des Proxima Centauri, beträgt 0,762 Bogensekunden. Daraus lässt sich ableiten, dass sich der Stern in einer Entfernung von 4,3 Lichtjahren befindet. Die astronomische Entfernungseinheit Parsec ist definiert als die Entfernung eines Sternes mit einer Parallaxe von einer Bogensekunde.

Parsec (pc)
1 parsec (1 Parallaxensekunde) ist die Entfernung, von der aus gesehen der Erdbahnradius unter einem Winkel von einer Bogensekunde erscheint.
1 parsec (1pc)=30,857*1012 km=3,262 Lichtjahre (Lj)=206.265 AE

Perihel
Kleinster Abstand eines Planeten von der Sonne. (vgl. auch Aphel)

Phobos
Marsmond, der einen Durchmesser von 21 Kilometern aufweist.

Planetoiden
Kleine Planeten, Asteroiden, kleine planetenartige Körper, die in der Mehrzahl zwischen Mars- und Jupiterbahn die Sonne umkreisen. Bisher sind mehr als 3000 Planetoiden mit gesicherten Bahnen bekannt. Die meisten haben einen Durchmesser von wenigen Kilometern, nur einige über 100 km.

Proton
Positiv geladenes Elementarteilchen. Der Kern eines Wasserstoffatoms (H) besteht aus nur einem Proton. Siehe auch Neutron

Protuberanzen
Eine Protuberanz sieht aus wie eine Explosion auf der Sonnenoberfläche. Gewaltige Magnetfelder reissen heisse, im roten Licht des Wasserstoffs leuchtende Gase entlang der magnetischen Feldlinien empor und wieder zurück zur Sonnenoberfläche. Um Protuberanzen zu erkennen, ist in der Regel ein Fernglas oder Teleskop notwendig.
Protuberanz - Gaseruption aus der Sonne, die mit hoher Geschwindigkeit oft bis zu 1 Million km hoch über die Sonnenoberfläche aufsteigt und gegen die Schwerkraft durch Strahlungsdruck oft lange in der Schwebe gehalten wird. Früher waren Protuberanzen nur bei totaler Sonnenfinsternis sichtbar, inzwischen sind sie mittels Koronograph, Protuberanzenspektroskop und Spektroheliograph jederzeit beobachtbar. Auf der Sonnenscheibe erscheinen sie bei Aufnahmen im Licht der hellen Wasserstofflinien als dunkle Streifen (Filamente).

Pulsar
Ein rotierender Neuronenstern, der in regelmässigen Abständen Radiowellenpulse aussendet.

Röntgen-Quasar
Quasar
Quasar
Radiowellen-Aufnahme eines Quasars: Weil seine Strahlung Milliarden von Jahren benötigt, um zur Erde zu gelangen, können die Astronomen daraus Rückschlüsse auf die Frühstadien des Universums ziehen. NRAO/Photo Researchers, Inc.

ein kosmisches Objekt, das vor allem energiereiche Ultraviolett- und Röntgenstrahlung aussendet. Röntgenquasare fallen in einigen Fällen mit den Neutronensternen (Pulsaren) zusammen. Gelegentlich wird aber auch eine Röntgenstrahlung erzeugt, wenn Gasströme von einem normalen Doppelsternpartner auf einen Neutronenstern (oder ein schwarzes Loch) als Partner überfließen. Weitere Röntgenquasare sind aktive Kerne von Galaxien (»Quasar«) sowie die Sonne, besonders die Sonnenkorona. Der Mechanismus der Erzeugung der Röntgenstrahlung ist noch nicht ganz geklärt. Im Weltall kommen dafür vor allem der Erzeugungsmechanismus der Synchrotronstrahlung (die bei der Beschleunigung von Elektronen bis nahe an die Lichtgeschwindigkeit in Magnetfeldern entsteht) und der inverse Compton-Effekt in Betracht.

Siderisches Jahr
1 siderisches Jahr ist die Zeitspanne, die die Sonne benötigt, um am gleichen Stern vorüberzugehen.
1 siderisches Jahr=365,256 36042 Tage (d)

Siderische Umlaufzeit (Rotationsperiode)
Zeitspanne, die ein Planet oder anderer Körper für einen Umlauf um die Sonne benötigt (Erde = 365,2 Tage). Begriff wird auch für einen Satelliten im Umlauf um einen Planeten benutzt.

Sonne
Stern, der das Gravitationszentrum unseres Sonnensystems bildet. Die von der Sonne abgestrahlte elektromagnetische Energie ermöglicht direkt oder indirekt alle Lebensvorgänge auf der Erde, vor allem das Pflanzenwachstum als Grundlage unserer Ernährung und Energiegewinnung.
Die Sonne bietet dank ihrer relativen Nähe einzigartige Möglichkeiten zur Erforschung der Sterne. Der nächste Stern außerhalb unseres Sonnensystems ist 4,3 Lichtjahre entfernt; das entspricht 4*1013 Kilometern.

Sonnenflecken
Sonnenflecken
wurden 1611 von Johannes Fabricius zum ersten Mal mit einem Fernrohr beobachtet. Sie sind deutliches Zeichen für Sonnenaktivitäten in der sichtbaren Photosphäre, der Sonnenoberfläche, von der fast die gesamte Sonnenenergie abgestrahlt wird.
Science Source/Photo Researchers, Inc.

Sonnenflecken
Dunkle Flecken auf der Sonnenoberfläche, die 1610 unabhängig voneinander von Galilei, Th. Harriot und 1611 von Ch. Schreiner und j. Fabricius entdeckt wurden. Sie entstehen durch wirbelartige Strömungsvorgänge, bei denen Magnetfelder erzeugt werden. Die Sonnenflecke bilden Gruppen von bis zu ca. 300.000 km Länge. Bei den Sonnenflecken ist ein dunkler Kern (Umbra) von einem helleren und strukturreichen Hof (Penumbra) umgeben. Die Lebensdauer der Sonnenflecken reicht von wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten.

Stern
Großer Himmelskörper, der aus Gasen besteht, die durch die Gravitation zusammengehalten werden. Ein Stern sendet aufgrund von Kernreaktionen in seinem Inneren Licht und andere elektromagnetische Strahlung aus.
Die Sonne ist ein Stern.
Der zum Doppelsternsystem Alpha Centauri oder Toliman gehörende Proxima Centauri im Sternbild Zentaur, ist mit 4,23 Lj. Entfernung der unserer Sonne am nächsten liegende Stern.
Die Anzahl der Sterne, die man von der Erde aus mit bloßem Auge erkennen kann, wird auf 8 000 geschätzt. 4 000 davon befinden sich auf der nördlichen Hälfte der Himmelskugel und 4 000 auf der südlichen. Während der Nacht sind auf einer Halbkugel allerdings immer nur 2 000 Sterne zu sehen. Die anderen sind aufgrund von Kleinstpartikeln in der Atmosphäre und des schwachen Lichtes am Himmel nicht sichtbar. Dies gilt besonders für Himmelsobjekte, die in der Nähe des Horizonts erscheinen. Nach Berechnungen von Astronomen beläuft sich die Zahl der Sterne in der Milchstraße, zu denen auch die Sonne zählt, auf Hunderte von Milliarden. Die Milchstraße wiederum ist nur eine von mehreren hundert Millionen solcher Galaxien, die durch moderne Teleskope sichtbar sind. Als einzelne Sterne am Himmel sind nur diejenigen sichtbar, die in der Milchstraße dem Sonnensystem am nächsten liegen.


Krebsnebel
Krebsnebel
Im Jahr 1054 beobachteten chinesische Astronomen im Sternbild Stier eine Supernova. Von der Sternexplosion ist heute noch der expandierende Krebsnebel sichtbar, von dem eine starke Radio- und Röntgenstrahlung ausgeht.
Hale Observatories/Science Source/Photo Researchers, Inc.
Supernova

neuer Stern mit besonders starkem Helligkeitsausbruch; Helligkeitssteigerung bis zu 19 Größenklassen, d.h. um das 30millionenfache. Am bekanntesten wurden die Supernovae der Jahre 1604, 1572 und 1054; letztere entwickelte sich zum Krebsnebel. 1987 konnte die seither hellste Supernova in der Großen Magellanschen Wolke beobachtet werden. Supernovae-Ausbrüche entstehen am Ende der Entwicklung massereicher Sterne: Bei Erschöpfen aller atomaren Energiereserven fällt der Stern in einem Gravitationskollaps zusammen; dabei werden kurzzeitig enorme Energien freigesetzt; die äußeren Sternschichten werden abgestoßen, während die restliche Masse zu einem Neutronenstern oder schwarzen Loch degeneriert.


Quellen:
Chronik der Technik © Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Bertelsmann Electronic Publishing Gütersloh, München 1995

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