Der JHK-Transistor


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Jupiter
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JUPITER
Jupiter ist nach Sonne, Mond und Venus das vierthellste Objekt an unserem Himmel und er ist der größte Planet unseres Sonnensystems - seine Zusammensetzung entspricht eher der eines Sterns als der eines Planeten. Sein erkennbarer Durchmesser ist über elfmal so groß wie die Erde (ein zehntel so groß wie die Sonne), seine Masse über 300-mal so groß wie die der Erde.

Wäre Jupiter nur 75-mal so schwer, käme es in seinem Inneren zur Kernfusion und er würde zum Stern.

Aufbau des Jupiter
Jupiter ist ein Riesen-Gasball, zehnmal so groß wie die Erde und ein zehntel so groß wie die Sonne. Seine Masse beträgt 0,1% der Sonnenmasse, und seine Zusammensetzung ist ähnlich der Sonne: 90% Wasserstoff (in molekularer Form) und etwa 10% Helium.
Von den Spurengasen sind die wichtigsten Wasserdampf, Methan und Ammoniak. Es gibt unter der Wolkenschicht keine feste Oberfläche. Stattdessen findet nach tieferen Schichten hin zunehmendem Druck ein langsamer Übergang vom gasförmigen zum flüssigen Zustand statt, gefolgt von einem plötzlichen Übergang zu einer metallischen Flüssigkeit, in der die Atome von ihren Elektronen befreit sind. Ganz im Zentrum könnte sich ein kleiner Kern aus Gestein oder vielleicht Eis befinden.

Jupiteratmosphäre
a Weiße Wolken
aus Ammoniak-
kristallen
b Tieforange-
farbene Wolken aus Ammonium-
hydrogensulfid-
kristallen
c Bläuliche Wolken
aus Eis und
Wassertröpfchen
Die Jupiteratmosphäre

Atmosphäre
Jupiter dreht sich schnell um seine Achse, daher ist er an den Polen merklich abgeplattet. Die hohe Drehgeschwindigkeit dürfte auch Ursache für die Bänderstruktur der Gasatmosphäre des Jupiter sein. Man kann erkennen, daß die Scheibe des Jupiter von abwechselnd hellen und dunklen Gürteln durchzogen ist. Die Ergebnisse von fünf Raumsonden, die Jupiter zwischen 1973 und 1995 erreichten (Pioneer 10 und 11, Voyager 1 und 2, Galileo) haben die Komplexität der Flußverteilung innerhalb dieser Bänder deutlich gemacht. Es gibt fünf oder sechs auf jeder Hemisphäre, die mit Windstömen korreliert sind. Weiße oder farbige Ovale erscheinen als relativ langlebige Merkmale. Das bekannteste und auffälligste ist der Große Rote Fleck, der bereits seit etwa 300 Jahren beobachtet wird. Der Ursprung dieses Merkmals, das so breit ist wie die Erde, ist unsicher. Die populärste Theorie besagt, daß es sich im wesentlichen um einen riesigen Antizyklon handelt.

Der Große Rote Fleck

a Großer Roter Fleck
b Wirbelsturem,
26.000 km lang
(über das Doppelte
des
Erddurchmessers)
c Weißes Oval,
zeitweise
auftretender
Wirbelsturm
Der Große Rote Fleck

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  Der Große Rote Fleck

Als Großen Roten Fleck bezeichnet man einen riesigen Wirbelsturm, der über die Südhalbkugel des Jupiter jagt. Weiße Ovale sind kleinere ähnliche Stürme. Die Farbsse der Wolken der Jupiteratmosphäre hängt von ihrer Höhenlage ab: die unterste Wolkenschicht ist blau, die nächste tieforange, die nächste weiß. Am höchsten sind die roten Wolken, zu denen der Große Rote Fleck gehört. Ursache für die Farbunterschiede sind chemische Reaktionen in der Jupiteratmosphäre.

Die Monde Jupiters
Seine vier Hauptmonde, die Galilie'schen Monde, waren außer dem Erdmond die ersten natürlichen Satelliten, die man entdeckte. Heute kennt man 17 Jupiter-Monde, die man in vier verschiedene Gruppen aufteilen kann: die vier kleinen inneren Monde (Metis, Adrastea, Amalthea und Thebe) und die vier großen Galileischen Monde (Io, Europa, Ganymed und Callisto) befinden sich auf Kreisbahnen in der Äquatorebene. Die dritte Gruppe (Leda, Himalia, Lysithea und Elara) bestehen aus Monden in einer Kreisbahn, die um Winkel zwischen 25° und 29° gegen die Äquatorebene geneigt sind und deren Radien 11 bis 12 Millionen km betragen. Die Monde der äußeren Gruppe (Ananke, Carme, Pasiphae und Sinope) sind kleine Monde in retrograden Bahnen (d.h.: sie laufen anders herum als die anderen Monde), die relativ exzentrisch Ellipsen sind und deutlich gegen die Äquatorebene geneigt sind. Diese Bahnen liegen alle im Abstand zwischen 21 und 24 Millionen km von Jupiter entfernt. Die vier Galileischen Monde und ihre Bahnbewegungen sind mit einem kleinen Teleskop oder einem Feldstecher leicht zu erkennen.

Die Ringe Jupiters
Die Existenz eines schwachen Rings um Jupiter wurde erstmals vermutet aufgrund von Ergebnissen von Pioneer 11 im Jahre 1974 und bestätigt durch direkte Voyager Bilder. Der Hauptteil des Rings liegt zwischen 1,72 und 1,81 Jupiter-Radien vom Zentrum des Planeten aus. Der Natur des Ringes gemäß müssen viele der Teilchen Größen von wenigen Mikrometern haben. Das Material muß ununterbrochen nachgefüllt werden. Als Quelle kommt eine Population von Felsbrocken in der Umlaufbahn in Betracht, die kontinuierlich von Hochgeschwindigkeits-Partikeln bombardiert werden.

Allgemeines
1955 wurde die Radioemission des Jupiters entdeckt. Es war der erste Hinweis auf ein starkes Magnetfeld, das ca. 4.000 mal stärker ist als das der Erde. Die Magnetosphäre ist infolgedessen 100 mal größer. Die Radioemission wird von Elektronen verursacht, die um die Feldlinien spiralen. Eingefangene Elektronen in der Nähe des Planeten verursachen die Synchrotronstrahlung im Bereich der Dezimeter-Wellen. Dekameterstrahlung, die nur in bestimmten Gebieten des Planeten beobachtet wird, hat mit der Wechselwirkung zwischen Jupiters Ionosphäre und seinem Mond Io zu tun, dessen Bahn innerhalb eines riesigen Plasmaringes liegt. Diese Wechselwirkung verursacht auch Polarlicht (ähnliche der Erde). Strahlung im Bereich der Kilometer-Wellenlängen wurden von den Voyager-Sonden entdeckt, die ihren Ursprung in hohen Breiten nahe dem Planeten und im Plasmaring hat.
Im Juli 1994 trafen Trümmer des Kometen Shoemaker-Levy 9 auf den Jupiter. Eine spätere Analyse der Folgen dieser Einschläge erbrachte viele Informationen über den Planeten.

Mittlerer Sonnenabstand 5,2028 AE = 778,33 Mio. km
Oberflächentemperatur -128 °C
Umlaufzeit 11 Jahre, 321 Tage
Reziproke Masse 1.047,355
Masse (Erde = 1) 317,938
Masse (g) 1,900 x 1030
Durchmesser 143.800 km
Äquatorradius (Erde = 1) 11,209
Äquatorradius (km) 71.492
Ellipzität 0,0649
Mittlere Dichte (g/cm3) 1,33
Oberflächenbeschleunigung am Äquator (m/s²) 22,88
Fluchtgeschwindigkeit am Äquator (km/s) 59,6
Siderische Umdrehungszeit am Äquator 9,841 Stunden
Neigung des Äquators zur Umlaufsbahn 3°,12



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