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MARS
Der von der Sonne aus gesehen vierte Planet, häufig auch wegen seiner
bereits mit bloßem Auge erkennbaren roten Färbung Roter Planet genannt.
Mars gehört zu den erdähnlichen Planeten. Zwischen ihm und dem ersten
jupiterähnlichen Planeten (Gasriesen), dem Jupiter liegt der
Asteroidengürtel.
Aufbau des Mars
Mars weist eine relativ geringe Dichte
auf, die 3,95mal größer ist als Wasser. Hieraus schließt man, daß
25% seiner Masse in einem Eisenkern stecken. Die Kruste weist hohe
Anteile an Olivin und Eisenoxid auf, was ihm seine rote Färnung
verleiht. Er besitzt ein schwaches Magnetfeld, dessen Feldstärke
nur 2% des irdischen ausmacht. Er besitzt eine dünne Atmosphäre,
deren Druck am Boden 0,7% von dem auf der Erde ausmacht.
Oberfläche
Bedeckt mit unzähligen Kratern hat sich die Marsoberfläche
seit Jahrmillionen nicht verändert. Die Oberfläche ist
mit Staub bedeckt, der einen großen Anteil Eisenoxid enthält,
das dem Planeten seine auffällige rote Farbe verleiht.
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Olympus Mons
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In der Marskruste gibt es keine
Plattenbewegung, so dass die Landschaft seit Millionen von Jahren
den gleichen Anblick bietet. Durch das Fehlen der Plattentektonik
werden die Vulkane des Mars nicht von ihren Magmaquellen weggeschoben.
Dies erklärt vermutlich, warum man auf dem Mars einige der
größten Vulkane des Sonnensystems findet, z. B. den Olympus
Mons mit 25.000 m drei mal so hoch wie der Mount Everest. Auf dem
Gipfel des Olympus Mons befindet sich ein Krater von etwa 80 km
Durchmesser. In seiner Nachbarschaft, aber auch an anderen Stellen
des Planeten befinden sich weitere Vulkankegel.
Dazu gehören, auf einer geraden Linie angeordnet, Arsia Mons, Pavonis
Mons, Ascraeus Mons und einige kleinere Vulkane nördlich und östlich
von letzterem. Dabei handelt es sich um alte Schildvulkane, am ehesten
noch vergleichbar mit Hawaii.
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"Gesicht" auf dem Mars
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In der Nähe des Marsäquators
wurde auch ein gewaltiger Canyon (Valles Marineris) gefunden, der
eine Länge von rund 4000 km und eine maximale Breite von 200 km
bei einer Tiefe von bis zu 7000 m besitzt. Weiterhin zeigen sich
zahlreiche weiträumige Strukturen von Dünen, Spalten, Bergrükken
usw. Sie sind allerdings nicht mit den klassischen »Kanälen« zu
verwechseln. Viele Täler zeigen Erosionserscheinungen, die darauf
hinweisen, daß es sich um trockene Flußbetten handelt. Sojourner
fand Gesteine, die durch Strömungen transportiert worden sein müssen.
Heute dürfte Wasser nur noch in gefrorenem Zustand unter der Marsoberfläche
vorkommen.
Die Marsatmosphäre
Obwohl die Marsatmosphäre im Vergleich zur Erdatmosphäre
sehr dünn ist, kommt es häufig zu Staubstürmen. Die
Winde, die diese Stürme erzeugen, umwehen den ganzen Planeten
und ändern jahreszeitlich ihre Richtung.
Sie wurde schon frühzeitig durch Beobachtungen mit einfachen Fernrohren
nahegelegt. Zeigen sich doch gelegentlich regelrechte Wolken, die
über die Marsoberfläche driften. Gelbliche Flecke werden meist als
Staubaufwirbelungen gedeutet, doch wurden auch weißliche bis bläuliche
Wolken beobachtet. Insgesamt scheint aber die Dichte der Marsatmosphäre
früher überschätzt worden zu sein. Die neueren Marssonden lieferten
für den Bodendruck einen Wert von nur etwa 6-8 Hektopascal.
Hauptbestandteil der Atmosphäre:
95 % Kohlendioxid,
dazu kommen
3 % Stickstoff,
1,5% Argon,
0,1% Sauerstoff
sowie
Spuren von Wasserdampf,
Neon, Kohlenmonoxid, Krypton und Xenon.
Trotz der geringen Dichte kommt es hin und wieder zu gewaltigen
Staubstürmen, die den gesamten Planeten einhüllen können. Auch Wolken
und Dunst können sich bilden. Morgennebel entstehn in Tälern, und
Wolken treten auf, wenn ein kühler Wind über die Berge insbesondere
der Tharsis-Region weht. Die Viking-Sonden stellten Windgeschwindigkeiten
fest, die einen deutlichen Tagesgang zeigen. Die stärksten Winde
treten nachmittags mit 25 bis 30 km/h und Böen bis zu 60 km/h und
mehr auf.
Im Winter ist die Nordpolkappe in einen Schleier aus eisigem Dunst
und Staub eingehüllt. Über dem Südpol ist dieser Effekt weniger
stark ausgeprägt. Die Polkappen sind mit einer dünnen Schicht aus
Eis, wahrscheinlich einem Gemisch aus Wassereis und gefrorenem Kohlendioxid,
bedeckt.
Mars's Monde
Die Bahnen der 1877 von A. HALL entdeckten Marsmonde Phobos und
Deimos sind im Bild maßstäblich dargestellt. Die Umlaufszeiten betragen
7 h 39 m bzw. 30 h 18 m. Damit ist der innere mond Phobos schneller
als die Marsrotation und läuft für einen Beobachter auf
Mars im Gegensatz zu allen anderen Gestirnen von Westen nach Osten.
Der Abstand vom Marszentrum beläuft sich auf 9.300 bzw. 23.200
km, von der Marsoberfläche nur 5.900 bzw. 19.800 km. Nach Mariner
9-Aufnahmen ist Phobos wie viele kleinplaneten länglich mit
einem größten Durchmesser von 28 km und einem kleinsten
von 20 km. Deimos ist wesentlich kleiner. Der Durchmesser beträgt
16 bzw. 10 km. Auf Phobos und Deimos wurden zahlreiche Krater und
andere Einzelheiten gefunden.
Leben auf dem Mars???
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Marskanäle nach
P. Lowell (1895)
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Lange Zeit wurde der Mars als
der wahrscheinlichste Ort für die Existenz außerirdischen Lebens
angesehen. Unterstützt wurde diese Vermutung durch die Beobachtung,
daß der Mars Polkappen besitzt und jahreszeitliche Änderungen auftreten.
Im 19. Jahrhundert gab es mehrere Beobachter,
darunter insbesondere Percival Lowell, die meinten, auf der Oberfläche
ein ausgedehntes, von intelligenten Wesen angelegtes System von
Kanälen ausmachen zu können. Die Untersuchung des Roten Planeten
mit Raumsonden hat jedoch die Hoffnungen für Leben auf dem Mars
zerstört.
| Mittlerer Sonnenabstand |
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1,5237 AE = 227.940.000 km |
| Oberflächentemperatur |
 |
22 bis -168 °C |
| Umlaufzeit |
 |
1,88 Jahre |
| Reziproke Masse |
 |
3.098.710 |
| Masse (Erde = 1) |
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0,1074 |
| Masse (g) |
 |
6,421 x 1026 |
| Durchmesser |
 |
12.760 km |
| Äquatorradius (Erde = 1) |
 |
0,532 |
| Äquatorradius (km) |
 |
3.393 |
| Ellipzität |
 |
0,0052 |
| Mittlere Dichte (g/cm3) |
 |
3,95 |
| Oberflächenbeschleunigung am Äquator
(m/s²) |
 |
3,72 |
| Fluchtgeschwindigkeit am Äquator
(km/s) |
 |
5,0 |
| Siderische Umdrehungszeit am Äquator |
 |
24,6229 Stunden |
| Neigung des Äquators zur Umlaufsbahn |
 |
25°,19 |
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