|
DER
MOTOR - und wie man ihm wieder Leben einhaucht
This side is unfortunately available
at present only in German!
Um nicht den Rahmen zu sprengen, beschränke ich mich auf dieser
Seite hauptsächlich auf den M-Motor, der ab 1964 gebaut wurde,
seinen Vergaser sowie die Zündung.
Störungen an den alten Sö-Motoren lassen sich aber sinngemäß
auch nach dieser Anleitung beseitigen!
grundlegende
Wirkungsweise
der
Vergaser
die
Zündung
systematische
Störungssuche und Einstelltips
Grundlegende Wirkungsweise
In allen Simson-Mopeds sind Zweitaktmotoren mit Umkehrspülung
eingebaut (Näheres: siehe Schulbuch). Für die Gemischerzeugung
ist ein 16-N Vergaser (16 mm Luftdurchlaß) der Berliner Vergaserfabrik
eingebaut (früher NKJ-Vergaser). Zur Gemischzündung besitzen
alle Simson-Motoren grundsätzlich eine mehr oder weniger abgewandelte
Magnetzündanlage, die gleichzeitig als Wechselstromgenerator
die gesamte Fahrzeugelektrik mit Strom versorgt. Grundsätzlich
sind dadurch alle Simson-Mopeds ohne Batterie voll lauffähig.
Da die genauen Einstellungen der genannten Komponenten für
den Betrieb sehr wichtig sind, will ich sie auf den folgenden Seiten
beschreiben.
Der Vergaser
Der 16-N Simson-Vergaser besteht im Wesentlichen aus drei voneinander
unabhängig funktionierenden Vergasern:
aus dem
Startvergaser,
dem Leerlaufvergaser
und
dem Hauptvergaser.
Der Startvergaser
ist nur bei voll geschlossenem Gasdrehgriff in Funktion, deshalb
darf bei der Inbetriebnahme eines Simson-Mopeds beim ersten Tritt
kein Gas gegeben werden!!!
Der
Leerlaufvergaser ist hauptsächlich für einen sauberen
Leerlauf des Motors zuständig, seine Funktion ist aber auch
bei höheren Drehzahlen noch erforderlich. Für eine ordendliche
Funktion des Leerlaufvergasers ist eine genaue Einstellung der Leerlauf-Luftschraube
unerläßlich.
Der Hauptvergaser
dosiert die für den Fahrbetrieb notwendige Menge an Luft durch
den Kolbenschieber und die Menge an Kraftstoff durch die Düsennadel,
je nach Stellung des Gasdrehgriffes bis zu ca. 3/4-Gas.
Darüber hinaus bestimmt nur noch die Hauptdüse die Gemischbildung.
Die Düsennadel sollte im allgemeinen in der dritten Kerbe von
oben hängen, höhere Einstellungen bringen nichts! Auch
durch Einsatz einer größeren Hauptdüse ist kein
Leistungsgewinn - sondern nur ein höherer Benzinverbrauch -
zu erzielen. Für die ordentliche Funktion des Vergasers ist
ausserdem der einwandfreie Zustand des Luftfilters (Sauberkeit,
Dichtigkeit) unbedingte Voraussetzung.
Die Zündung
Der Schwunglicht-Magnetzünder der Simson-Motoren befindet sich
unter dem rechten Motorseitendeckel. Es gibt grundsätzlich
drei verschiedene Bauarten:
den einfachen
Schwunglicht-Magnetzünder
(SLMZ),
den Schwunglicht-Primärzünder
(SLPZ) mit außenliegender Zündspule und den
Schwunglicht-Elektronikzünder
(SLEZ) ohne mechanischen Unterbrecher.
Für die Zündstromgewinnung ist eine der drei Spulen verantwortlich.
In den anderen beiden Spulen wird einerseits der Stom für den
Scheinwerfer und andererseits der Strom für die (wenn vorhanden)
Batterieladung, das Rücklicht und das Bremslicht induziert.
Die Scheinwerferlichtspulen gibt es, je nach Fahrzeug, mit 15, 25
oder 35 Watt Leistung. Die sogenannte Ladespule hat 18 Watt Leistung.
Für die Induktion der Spannungen in den Spulen dienen sechs,
in der Schwungscheibe innenliegende, starke keramische Magnete.
Auf der Nabe der Schwungscheibe ist der Steuernocken für den
mechanischen Unterbrecher aufgeschliffen. Zum Abziehen der Schwungscheibe
von der Kurbelwelle ist unbedingt ein spezieller Abzieher zu benutzen!
Er läßt sich verhältnismäßig leicht (bei
Vorhandensein einer Drehmaschine) selbst herstellen.
Bei unsachgemäßer Demontage, z.B. Schlagen auf die Kurbelwelle,
nehmen die Kurbelwellenlager leicht Schaden! Bei den Motoren mit
Gebläsekühlung muss, ausser dem Motorseitendeckel, auch
das Lüfterrad und die Luftführung demontiert werden, um
Einstellarbeiten an der Zündung durchführen zu können.
Systematische Störungssuche
und Einstelltips
Läßt sich der Motor nach mehrmaligem Treten nicht starten,
hat die "Defekthexe" zugeschlagen.
Ein Anschieben wird meistens ein "sinnloses Herumgerenne"
und der Bock will trotzdem nicht.
Besser ist es, das Werkzeug auszupacken und dem Fehler systematisch
zu Leibe zu rücken. Dies setzt natürlich ordentliches
Werkzeug und einiges grundlegendes Wissen voraus.
Für das Werkzeug müsst Ihr selbst sorgen, das Wissen will
ich Euch auf den Seiten zur Fehlersuche
und Störungsbeseitigung vermitteln!
These sites were optimized for
NS 4.x and IE 4.x with 800x600 pixels and javascript support
Copyright 1997-2000 Jacqueline Hochstein
Germany/Gera/Thuringia
|